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Alles begann eigentlich in Oslo. Adam Liška erkämpfte sich dort den 2. Platz in der Kategorie RX Male und erhielt dank dieser Platzierung eine Einladung zum World Fitness Project in Kopenhagen in der Kategorie Intermediate Team (F/F/M/M).
Die Anmeldung musste innerhalb einer Woche erfolgen, also musste schnell überlegt werden, wer angesprochen werden sollte. Letztendlich verlief alles überraschend reibungslos – die Antworten der Athleten kamen blitzschnell und das Team war geboren. Mit Adam Liška als Kapitän, Áron Lisý, Nelča Nikodemová und mir entstand TEAM CZECH. Erwähnenswert ist auch der Start unseres Youngsters Filip Starý in der Kategorie Next Gen (14-16) M/M, der schließlich einen Partner in Deutschland gefunden hat. Filip und Kim haben das Wochenende in vollen Zügen genossen und Erfahrungen gesammelt, die ihnen niemand so einfach nehmen kann.

Die ganze Gruppe freute sich nicht nur auf die Workouts selbst, sondern auch auf das gesamte Wochenend-Event. Viele bekannte und weltklasse Athleten hatten ihre Teilnahme bestätigt, und wir konnten es kaum erwarten, sie live zu sehen. Mit vier Leuten anzutreten ist nicht einfach, also beschlossen wir, dass es gut wäre, mindestens einen gemeinsamen Trainingstag zu machen. Die Workouts waren zu diesem Zeitpunkt bereits veröffentlicht, sodass wir ausprobieren konnten, was uns am besten passte. Meistens arbeiteten wir in zwei Paaren, aber das Tolle war, dass wir uns in jedem Workout austauschten und nach der idealen Kombination suchten.
Wir flogen bereits am Donnerstag nach Kopenhagen, um die Registrierung und den offiziellen Start der Athleten nicht zu verpassen. Schon dieser Moment war ein großes Erlebnis – hinter dem Vorhang zu stehen, buchstäblich einen Meter von den Besten entfernt. Respekt, leichte Nervosität und enorme Motivation. Plötzlich wird dir klar, wo du eigentlich stehst und dass du Teil desselben Wettkampfs, desselben Projekts bist. Unser Wettkampfwochenende begann am Freitag, als uns gleich drei Workouts erwarteten. Ich werde sie hier nicht im Detail beschreiben. Sie sind im Internet oder auf Instagram zu finden und es lohnt sich auf jeden Fall, sie sich anzuschauen, auch als Inspiration für das Training. Eines ist sicher – sie waren abwechslungsreich, interessant, körperlich anspruchsvoll und vor allem sehr taktisch. Bei jedem von ihnen musste man vorausdenken, seine Kräfte richtig einteilen und die Arbeit im Team gut verteilen.

Was aber auf jeden Fall erwähnenswert ist, war das Pistolenschießen. Zum ersten Mal trafen wir bei den Wettkämpfen auf Erg Shoot, was an sich schon eine sehr interessante Erfahrung war, ganz zu schweigen davon, dass es im Rahmen von Intervallen mit Skierg und Bikerg kombiniert wurde. Ruhe, Präzision, Atemarbeit und gleich danach die Rückkehr zu einer hohen Herzfrequenz. Auch Krafttraining fehlte nicht – konkret 1RM Snatch, auf das sich alle aus dem Team außer mir freuten. Nelča hat hier eine unglaubliche Leistung an der Hantel gezeigt, die Jungs auch, und damit konnten sie mein Fliegengewicht ausgleichen.
Am Samstag standen zwei weitere Workouts auf dem Programm. Eines war deutlich laufintensiv. Während ein Paar 800 m lief, trainierte das andere Paar und dann wurden die Rollen getauscht. Es hatte einen leichten Hyrox-Touch.
Am Sonntag wartete nur noch ein Workout auf uns, aber gleichzeitig die schwierigste Aufgabe – den ersten Platz zu halten. Obwohl wir mit dem Ziel nach Kopenhagen geflogen waren, das beste Ergebnis zu erzielen, hatten wir dieses nicht erwartet, da uns die Namen der Teams und Teilnehmer in unserer Kategorie absolut nichts sagten. Aber wir haben es geschafft. Wir haben den ersten Platz gehalten. Wir waren glücklich. Die Nervosität war verflogen und wir konnten die letzten Workouts der Profis in vollen Zügen genießen.
Wir wussten nicht, ob es eine Siegerehrung geben würde, und waren daher überrascht, wie es ablief. Wir standen wieder auf der Hauptwettkampffläche, wie bei der Begrüßungszeremonie. Mit uns waren alle Teilnehmer des gesamten Wochenendes dort. Sie verkündeten Kategorie für Kategorie die Ergebnisse und die ersten drei gingen auf das Podium. Es war ein unglaubliches Erlebnis und die Preise wurden uns von Chandler Smith, Jonne Koski und Jeffrey Adler überreicht.

Zwischen unseren Trainingseinheiten hatten wir die Möglichkeit, die Besten zu beobachten und anzufeuern. Es war ein unglaubliches Erlebnis, ihr Engagement live mitzuerleben. Die Atmosphäre in der Arena war unbeschreiblich. Jeder der Athleten hat dort alles gegeben. Umso faszinierender war es zu sehen, dass sie auch nach maximaler Leistung noch lächeln und sich mit den Besuchern fotografieren lassen konnten.
Nach dem Wettkampfwochenende nahmen wir uns Zeit für einen Spaziergang durch Kopenhagen. Die Weihnachtsmärkte verliehen der Stadt einen ganz besonderen Charme und waren nach Tagen voller Leistungen und Emotionen ein schöner Kontrast. Kopenhagen ist eine sehr schöne Stadt und auf jeden Fall einen Besuch wert. Das World Fitness Project war für uns nicht nur ein weiterer Wettkampf im Kalender. Es war ein Wochenende voller starker Momente, Teamarbeit und Erfahrungen, die uns wieder ein Stück weitergebracht haben.
Wir würden dieses Jahr gerne nach Kopenhagen zurückkehren und hoffen, dass es wieder auf die Wettkampffläche geht. Das gesamte Team hat großartige Arbeit geleistet und ich bin dankbar, dass ich Teil dieser großartigen Expedition sein durfte.
Monča Liška